Der ARGEnZirkus geht weiter um….

Themen: Aemter & Arbeitslos, Allgemeines, Alltag & Gesellschaft, Soziales
von: Shanky-TMW am 15 März 2010 um 5:16 Uhr

…und läßt mir wenig Ruh. Lang ist her wo meine Problemchen –> HIER <– bei mir wieder begannen. Nun, am 18 Januar war es endlich soweit, nach viel hin und her kam endlich mal etwas Bewegung in die Bande und Geld, nachdem ich fast 2 Moante mittellos war. Es ist immer derselbe Zirkus wenn es um die Grundlegende Absicherung geht, und das zu Weihnachten/Neujahr. Doch nicht ohne mir ncoh ein wenig neuen Probleme aufzubrummen. Die Miete sei zu hoch, die Wohnung von der größe nicht angemessen. Man verweist auf ein Schreiben das zu dem Zeitpnkt über ein Jahr schon her ist und dazwischen war ich bis eben November auch noch weg von dem Bezug. Das ich da eine etwas größere Wohnung habe wegen meiner inzwischen auch gescheiterten Beziehung interessiert da sowieso niemanden (64qm - 50 sind nach Landesregelungen füe einen Singelhaushalt erlaubt, also 14 qm zuviel - das ist nicht unbedingt übertrieben viel, aber wen interessiert das schon auf dem Pseudoamt). So oder so, ich darf also umziehenudn man zahlt nur den Ortsüblichen mindestmietsatz ohne die Übergangszeit für den Umzug und wohnungssuche. Hammer, Wiederspruch und andere Anstrengungen verliefen bisher Ergebnislos und ich wüßte hier in der Stadt auch keien wohnung mehr, die den aktuellen mindestgegebenheiten der ARGE entspricht. Da kommt Freude auf, denn neben der Suche muß ich den Laden dann auch noch überzeugen das sie die Umzugskosten übernehmen. So kann ich das selbst in der Stadt nicht mehr so einfach stemmen. Es ist und bleibt ein ewiger K(r)ampf mit dem Haufen und kaum Aussichten auf Erfolg.

Das Bundesverfassungsgericht hatte in Sachen Hartz4 nun auch entlich ein Machtwort gesprochen. die Regierung muß denen nun Nahebringen wie Sie auf die merkwürdigen Berechnungen kommen, mit der dei jetzigen 359 EUR zustande kommen. Dazu noch aus Tabellen von 1995 (oder wars 1998?), die immer noch bestand haben obwohl da einiges sich verändert hat. Die Umstellung von DM auf EUR, die teils auch eien teuerung mit sich brachte, die Lebenserhaltungskosten die jedes Jahr neu anwachsen aber hier nie mit eingerechnet werrden etc. pp. Und dazu hat man nun bis zum 31.12.2010 Zeit. Immerhin etwas wird geprüft. Doch was mich hier nervt ist die Interpretiererei des Urteils. Die Meinungen unter den ELO verbänden udn auch der Kläger darüber sind völlig unterschiedlich, viele zerreden das ins negative ohne das Gesammturteil komplett gelesen zu haben udn andere kommen auf den hirnrissigen Gedanen, das es nun weniger Geld ab nächsten Jahr geben wird. Klar, wenn man auf die Dampfplauderer in der politik verweist, die schon vorher mit gewissen Parolen kamen oder nur Stammtischweisheiten aus der Bild kennt wundert mich das nicht.

Na wie dem auch sei, ich hatte die letzte Zeit einiges privat aufzuarbeiten. Und dazu noch ein neues Priojekt an dem ich ehrenamtlich beteiligt bin:

http://hartz4-rebellenfunk.de.vu

wir haben uns als kleiens grüppchen Erwerbsloser zusammen getan und das in den letzten sieben Wochen auf dei Berien gestellt weil wir gewisse Darstellungen in den Medien einfach satt hatten. Nun wird auf dem Podcast Gegenöffentlichkeit geschaffen zu allen falschaussagen von Politikern udn anderen Gesocks aus dem öffentlichem Leben. Aber auch allgemeines, etwas Kabarett und einige Tips werden nicht zu kurz kommen. Vernetzung mit anderen Medien in der Art erfolgt auch, mal schauen wie es Weiter geht. Immerhin, Radio Dreyeckland udn der Bürgerfunk Münster arbeiten schon eng mit uns zusammen. Wir hoffen ja, das es noch mehr der freien Radios, Podcasts und Youtube-Channel werden, die sich mit anschließen werden.

Soviel mal aus meienr kurzen Rückschau, um auch den Blog mal wieder zu beleben.

Ergänzung zu: BZA und die 10 verbogenen Wahrheiten der Zeitarbeit…

Themen: Aemter & Arbeitslos, Allgemeines, Alltag & Gesellschaft, Soziales
von: Shanky-TMW am 13 Januar 2010 um 2:09 Uhr

Ergänzung (13.01.2010) zu meinem Eintrag:

BZA und die 10 verbogenen Wahrheiten der Zeitarbeit…

Nun, ganz so falsch scheinen meine Ansätze wohl doch nicht gewesen zu sein und neben meinen Gegendarstellungungen existiert nun eine zweite etwas komprimiertere Form beim IG Metall Ableger ZOOM in Form eines PDFs (–> HIER <–). Auch die Stimmen gegen Zeitarbeit werden immer lauter und die Initiativen gegen Zeitarbeit immer aktiver und zahlreicher. Udn bei diesen handelt es sich shcon längst nicht mehr um kleine Protestlergrüppchen oder Aktionen allein von Erwerbsloseninitiativen (eine Übersicht findet sich auf: Labour.net - Widerstand gegen Sklavenhandel).

Macht weiter so und klärt auf *Daumen hoch*

Weihnachtszeit, besinnliche Zeit?

Themen: Aemter & Arbeitslos, Allgemeines, Alltag & Gesellschaft, Events, Soziales, Weihnachten
von: Shanky-TMW am 25 Dezember 2009 um 7:44 Uhr

Oder kommt einen das nur so vor?

Jedes Jahr aufs neue feiern wir alle Weihnachten, das Fest der Familie, für die Kinder, die Zeit zur besinnlichkeit. Man sitzt im Kreis der Familie, läßt sich verwöhnen und genießt die schöne Zeit. Jeder macht dies. Wirklich jeder? Nun, ich mag diesen ganzen Monat so eigentlich nicht wirklich. Weihnachten ist verkommen zu einem Webebasierendem Konsummoloch, Geschenke gehören zur Pflicht. Aber das ist nur meine Ansicht. Auf der anderen Seite sieht man nur Bilder und hört nur Geschichten über glückliche Menschen udn vor allem fröhliche Kinder. Doch was ist mit dem Rest, den vergessenen? Ja, den Menschen denen es auch in diesen Zeiten nicht allzu gut geht? schaun wir doch mal:

Auf PR-Sozial, dem Presseportal des ELO-Forums findet sich folgendes:

Quelle: PR-Sozial - Fünf Jahre Hartz IV sind fünfmal traurige Weihnachten

Bonn – Das Erwerbslosen Forum Deutschland hat darauf aufmerksam gemacht, dass fünf Jahre Hartz IV fünfmal traurige Weihnachten für die meisten Betroffenen bedeuten. Dabei sind besonders Kinder und Jugendliche die eigentlichen Verlierer. So müsste für ein gebrauchtes Fahrrad in Höhe von 50 Euro mehrere Jahre gespart werden, bzw. Eltern müssten auf vieles notwendige verzichten, um ihren Kindern dennoch ein äußerst bescheidenes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Alleinstehende und Familien mit einer alleinerziehenden Mutter (Vater) könnten vielfach überhaupt keine Weihnachten feiern, da der Hartz IV-Eckregelsatz keinen Spielraum für etwaige Ansparung bietet.

„Die flächendeckende Vertafelung und die Zunahme der Flaschensammler in der Bundesrepublik ist das grausige Abbild der durch die “angebliche Arbeitsmarktreform” künstlich geschaffenen Armut. Wer in diesen Zeiten ernsthaft Steuererleichterungen für Besserverdienende fordert, will eigentlich die Schere zwischen Arm und Reich nur noch weiter auseinanderklaffen lassen, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland….

Das trifft den Zahn der Zeit, gerade um die Weihnachtszeit vollends. JEDER, der nur in irgendeiner Form von Hartz4 abhängig ist, als vollzeit Arbeitsloser, als Aufstocker vom Arbeitslosengeld oder sogar als Aufstocker aus einem Job heraus kennt diese Lage, die nur einen Schriett weit entfernt von den Sozialempfängern udn noch einen weiteren Schritt zu den Obdachlosen entfernt zu sein scheint. Aber es gibt noch mehr aufbauende Berichte für Weihnachten in diesem Land, unter anderem von “Hilfe für Nachbarn e.V.” mit einem Ausschnitt über eine Rentnerin:

Quelle: Hilfe für NAchbarn e.V. - Gelebte Solidarität bekämpft Armut

…Selb – Armut ist nicht unbedingt sichtbar. Viele Betroffene schämen sich und wollen ihre Not im Verborgenen halten. „Armut hat viele Gesichter“, betont Otto Bayreuther vom Diakonischen Werk Selb-Wunsiedel bei der Auftaktveranstaltung von Hilfe für Nachbarn. Die gemeinsame Aktion von Frankenpost und Sparkassen in Hochfranken startete am Mittwoch in Selb.

Bayreuther schildert die Situation einer allein lebenden älteren Frau, die versucht, mit ihrer kleinen Rente ohne fremde Hilfe auszukommen. Im Laufe der Zeit häufen sich die Stromschulden. Eines Tages wird abgeschaltet. „Als unsere Sozialarbeiterin mit dieser Dame in Kontakt kam, lebte sie bereits seit einem halben Jahr ohne Strom. Sie konnte kein Essen kochen, keine Wäsche waschen, nicht heizen. Für ein, zwei Stunden am Tag durfte die Betroffene zum Nachbarn gehen, um sich aufzuwärmen.“

Bewusst berichtet Bayreuther nicht von spektakulären Fällen, wo die Not offensichtlich ist. „Hilfe für Nachbarn unterstützt aber eben nicht nur in den großen Fällen die Betroffenen, sondern gewährt auch bei den kleineren Problemen vielfältige Hilfe, lindert die größte Not.“

Deutschland sei ein wohlhabendes Land. Der gesamtgesellschaftliche Reichtum sei in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen. „Aber längst nicht alle Menschen haben an dieser Entwicklung Anteil. Die Zahl der Menschen, die in Armut leben, nimmt zu.“ Besonders erschreckend findet Bayreuther, dass in Deutschland 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche von Armut betroffen sind….

Da ist man doch beruhigt, das es unserem reichen Land insgesammt doch gut geht. Kinder fallen in immer tiefere Löcher aus deren Eltern sich besher auch nciht befreien konnten. Schön auch das jeder an diese Menschen denkt. Schöne besinnliche Weihnachtszeit, man hat es ja so gut. Doch wenn ich sowas alles lese, und mir wird viel an solchen Materialien zugetragen oder ich sehen und erlebe es selbst, da kommt in dieser Weihnachtszeit bei mir keine besinnlichkeit mehr auf. Schon lange ist dieses Gefühl für mich Vergangenheit und auch Berichte wie der über einen von Hartz4 lebende Familie lassen es nur noch schneller ersticken:

Quelle: Kirchenseite.de - Weihnachten mit Hartz IV

Oldenburger Land. Die meisten Familien stecken in diesen Tagen in den letzten Weihnachtsvorbereitungen. Doch nicht überall sorgt das nahende Fest für besinnliche Vorweihnachtsstimmung bei Tee und Gebäck. Besonders für Familien, die von Hartz IV leben, können die Vorbereitungen zum Alptraum werden. “Kirche+Leben” hat eine Familie im Oldenburgischen besucht.

Erika Müller (Name von der Redaktion geändert) weint. Sie presst die Handflächen vors Gesicht. Ein paar Sekunden schweigt die 41-jährige Mutter. Dann streicht sie eine blonde Strähne zur Seite und reibt sich mit einem Taschentuch die geröteten Wangen. “Entschuldigung”, sagt sie. “Manchmal kann ich einfach nicht anders, weil es ja doch nie besser wird.”

Sie zuckt mit den Schultern. Von draußen schaut die Familienkatze in die Küche. Nur noch zwei Wochen, dann ist Heiligabend – und Erika Müller weiß noch nicht genau, wie sie das mit den Geschenken für fünf Kinder und fast ohne Geld machen soll.

Die ganze Wahrheit

Sie könne wohl reden, aber nur anonym. Auch der genau Wohnort der Familie soll nicht bekannt werden. Nur soviel: Die Familie lebt in einer Neubausiedlung in Südoldenburg. Dafür will Erika Müller die ganze Wahrheit erzählen. Wie man sich als Hartz IV-Empfängerin zu Weihnachten fühlt. Aber vielleicht hat sie sich das einfacher vorgestellt. Als sie von Heiligabend anfängt, brechen die Tränen aus ihr heraus.

Anfangs spricht sie ruhig, schimpft nur ab und zu. Darüber, wie alles anfing. Das “Dilemma”, wie sie es nennt. Eine Geschichte von Schulden und Arbeitslosigkeit. Mehr als zehn Jahre sei ihr Mann schon berufsunfähig. Sie selbst habe mit den Kindern genug zu tun. Woher soll da Geld kommen?

Erika Müller regt sich auf. Über die Ungerechtigkeit des Lebens, das Gerede der Nachbarn, darüber, wie die Kinder in der Schule oder im Sportverein ausgegrenzt würden….

Wenn man den gesammten Bericht gelesen hat weiß man, wan einen warm ums Herz wird. Nämlich davon diejenigen mit Schimpf und schande vom Planeten zu verjagen, die dieses Volksverbrechen Namens Hartz4 und Agenda 2010 verbrochen, befürwortet, gefördert und weitergeführt haben. die Nutznießer in der Politik udn der Wirtschaft die sich am Elend der Bevölkerung ergötzen und ohne Schuldgefühle zu haben nun vor der großen Weihnachtsgans sitzen, die sie sich von unseren Steuergeldern zusammen geschnorrt haben. Wohlweislich den Spiegel der Realität, wie er in der Frankenpost beschrieben wird, unter dem Teppich gekehrt:

Quelle: Frankenpost - Reiche und Arme

…Was wir sehen, falls wir sehen wollen, ist beschämend für unsere Gesellschaft. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Und das hat Folgen, die sich nicht nur an Weihnachtsgeschenken fest machen lassen. Schlimmer ist die Kluft, die sich innerhalb der Gesellschaft auftut. Probleme, die es schon immer gegeben hat, potenzieren sich. Neid auf der einen, Überheblichkeit auf der anderen Seite schaukeln sich hoch. Toleranz steht nur noch auf dem Papier, und das Gebot vom “leben und leben lassen” verkommt zum bloßen, inhaltslosen Gerede.

Doch schlimmer noch: Millionen von Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfängern sowie ein ganzes Heer von Geringverdienern werden die ohnehin strapazierte Rentenversicherung in nicht allzu ferner Zukunft zum Implodieren bringen. Dann wird sich vieles von dem rächen, von dem wir glauben, es uns jetzt noch leisten zu können. Die soziale Spaltung dieses Landes, von manchem gewünscht, von anderen einfach so hingenommen, hat brisante Folgen. Unsere Kinder und Enkel werden die Suppe auslöffeln müssen, die wir ihnen jetzt einbrocken.

Die globale Wirtschaftskrise hat die Welt und damit auch Deutschland an den Rand des Abgrunds gebracht. Allein die Gier nach immer mehr Mammon hat ganze Staaten ruiniert, die private Altersvorsorge von Zigtausenden ausradiert, hat Hunderttausende von Arbeitsplätzen vernichtet und genauso viel Existenzen zerstört. Der “Erfolg”: Die Armen in diesem Land wurden und werden immer ärmer, die Reichen hingegen immer reicher. Doch hüten wir uns. Der Volksmund weiß es: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht…

Und nun, was bleibt als nach all dem besinnliche Feiertage zu wünschen. Nein, bei mir kommt hier keine Freude auf bei soviel Elend im Land. Es sind alles keine Einzelfälle mehr und vieles ist seit Jahren gewachsen und es wächst weiter. Spenden, Suppenküchen und Armutsspeisung. Plus die vermehrung der Tafel und neueinführung der Foodbanks - wie weit runter soll das noch führen?

Ein gesegnetes, und vor allem nachdenkliches, Weihnachtsfest wünsch ich.

Chinalöhne in Deutschland sind möglich dank Vater Staat (Update)

Themen: Aemter & Arbeitslos, Allgemeines, Alltag & Gesellschaft, Politik & Wirtschaft, Soziales
von: Shanky-TMW am 18 Juli 2009 um 2:50 Uhr

In meinen Bericht (siehe –> HIER <–) hatte ich einige Dinge beschrieben, die Arbeitgeber und Beschäftigungsgesellschaften anwenden um genau das zu tun, was meien Überschrift beschreibt. Verknüpft hatte ich das mit dem TV Bericht von ARD exclusiv: “Die Armutsindustrie” (Videolinks im anderen Text) in dem unter anderem auch gewisse Beschäftigungsgesellschaften auf Korn genommen wurden.

Eine der Beschäftigungsgesellschaften, die “Neue Arbeit” von der Diakonie hat un dazu eine Stellungnahme herausgegeben um Ihre schmutzige Weste weiß waschen zu wollen (als –> PDF Dokument <–).

Darin heißt es unter anderem:

Gestern Abend lief in der ARD in der Sendereihe „ARD-Exclusiv“ eine Reportage unter dem Titel „Armutsindustrie“, in der u. a. die Neue Arbeit mit dargestellt wurde.
Vorab möchten wir der Journalistin, Eva Müller, danken, dass sie sich dem schweren und komplexen Thema angenommen hat. Seit einiger Zeit gibt es eine Schieflage zwischen dem „dürfen“, dem „wollen“ und dem „was sinnvoll“ ist.
Die Neue Arbeit stimmt mit der Journalistin überein, dass Ein-Euro-Jobs nicht die bessere Alternative zu sv-pflichtiger Beschäftigung sind, ebenso halten wir es für eine ethische Frage, Menschen nicht mit sinnentleerter Arbeit zu beschäftigen. Beschäftigung bedeutet Tagesstruktur und für viele (nicht alle) ist es der erste Schritt aus der Isolation wieder hinein in die Gesellschaft.

Nun denn, warum man dennoch 1 EUR Jobber zur Herstellung von Trampolinen nutzt und die Neue Arbeit als Zulieferfirma zu dem eigentlichen Hersteller agiert beantwortet man Lapidar mit:

Die Neue Arbeit hat unterschiedliche Satzungsaufgaben. Neben „Begleitung“, „Stabilisierung“, „Qualifizierung“ ist eine weitere Aufgabe „Beschäftigung“. Diese kann außerhalb des Unternehmens (Vermittlung) oder innerhalb in eigenen Strukturen erfolgen. Bei der Umsetzung der Satzungsaufgaben bedient sich die Neue Arbeit verschiedener Hilfeformen und setzt unterschiedliche Programme und Maßnahmen um, die mehr oder minder finanziert sind.

Die CAP-Lebensmittelmärkte, die NintegrA, die Pension „SoNA“ und auch die Trampolinproduktion sind sogenannte Integrationsprojekte, die mit sv-pflichtigen schwerbehinderten Menschen und Maßnahmeteilnehmenden nach § 16e SGB II arbeiten (i.d.R. kommen bei über 40 % dieser Menschen noch besondere Problemlagen dazu). Die Arbeit geschieht auf Basis des § 132 SGB IX. Integrationsabteilungen sind nach der Abgabenordnung § 68 Abs. 3 unter bestimmten Bedingungen - unabhängig von dem Produkt oder der Dienstleistung - gemeinnützig. Dem Gesetzgeber war es wichtig, für Integrationsprojekte, in denen 40% besonders schwervermittelbare schwerbehinderte Menschen tätig sind, steuerliche Vorteile im Sinne eines Minderausgleichs einzuräumen. Eine zentrale Frage der Reportage, „Was ist an der Produktion von Trampolinen gemeinnützig“, erklärt sich damit aus der Beschäftigung der Zielgruppe (Schwerbehinderte) selbstredend.

Aha, also sind Schwerbehinderte in dem Bericht zu sehen gewesen und Schwerbehinderte fertigen in einer entsprechenden Werkstatt komplette hochwertige Bausätze, damit die Neue Arbeit dies auf zulieferbasis einer weiteren Firma veräußern kann und rechtfertigt damit auch die Aussagen des im Videos sprechenden Geschäftsführer der Trampolinfirma, der hocherfreut in dem Interview zugab das er ohne diese 1 EUR Jobber sonst normale Arbeiter zu normalen Löhnen beschäftigen muß, bzw. die wesentlich höheren Preise anderer Zulieferfirmen schlucken müßt und so nicht mehr Gewinnbringend Produzieren kann.

Frage: Wie passt das zusammen? Und wie kommt man auf den Irrwitzigen Gedanken trotz der Pragrafenaufzählung das die Herstellung eines Trampolins in dieser Form immer noch gemeinnützig wäre?

Die Darstellung in der Reportage hat diesen Aspekt ausgeblendet. Vielmehr wird der Eindruck erweckt, dass die Herstellung der Trampoline im Schwerpunkt durch Ein-Euro-Jobber erfolgt. Dieses entspricht nicht den Tatsachen. Es handelt sich im Schwerpunkt um Maßnahmen nach § 16e und frei finanzierter sv-pflichtiger Beschäftigung.
Ein-Euro-Jobber sind nur unterstützend und zusätzlich tätig. Bei weniger händischer Arbeit und mehr Maschineneinsatz wäre der Einsatz komplett obsolet.

Sicher das, und selbst wenn nicht wäre der effekt immer noch der gleiche. Die Trampolinfirma bezieht weiterhin kostengünstig Ihre Teile von der Neuen arbeit als Zulieferfirma für lau um damit Profite zu machen während die Maßnahmeteilnehmer weiterhin vom Staat, sprich BA/ARGE bezahlt werden aber nciht in regulärer Arbeit sind. Auch der Statistikschwindel der auf diese Art bei der BA damit betreiben wird erklärt sich so nicht.

Und genau das ist der springende Punkt, den Herr Marc Hentschke als Geschäftsführer der Neuen Arbeit ganz am Anfang dieses Schreibens auch nicht gut geheißen hat. Könnte es sein das an dem angeblichen Zerrbild nciht doch mehr Wahrheit drin liegt und den Herren und Damen der Diakonie, bzw. der “Neuen Arbeit” nun doch sehr unruhig sind, was die Aufklärung dieseer Geschcihte in der breiten öffentlichkeit angeht?

Ich meine: JA .. aber darüber muß sich jeder jetzt selbst ein Bild machen.

Der interviewte Beschäftigte ist ein Maßnahmenteilnehmer nach § 16e, somit hat er ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, das tariflich (Tarifvertrag öffentlich geförderte Beschäftigung) entlohnt wird. Er ist kein Ein-Euro-Jobber.
Die Zusammenarbeit und das Engagement der Firma bellicon wird Beispielsweise von „Aktion Mensch“ ganz anders beurteilt als in der Reportage. Bei Aktion Mensch liegt der Fokus auf der Chance, die den betroffenen Menschen eröffnet wird. Aktion Mensch verwendet mittlerweile den Kooperationsvertrag zwischen bellicon und der Neuen Arbeit als positives beispielgebendes Muster für Antragssteller.

Auch dies erscheint mir äußerst Zweifelhaft zu sein. Das Engagement der Firma bellicon hat man ganz am Anfang des TV Berichts von Herrn Phillip von Kuhnhard (Geschäftsführer bellicon Deutschland) bewundern können und in klaren Worten nur für bellicon umschrieben hat und eigentlich eher ein Grund wäre sich von dieser Firma zu trennen statt noch irgendwelche Lobesgesänge anzustimmen.

Ganz zu schweigen das in dem Bericht nicht nur 1 EUR Jobber sondern auch die Beschäftigungszuschüsse aufgeführt wurden, die von der BA für regulär Angestellte an die Neue Arbeit gezahlt werden und es damit unerheblich ist zu welcher Gruppe der geförderten jener im Interview Befragte nun ist.

Frage: Wer reißt jetzt bei wem die Darstellung auseinander?

Den Rest des “Diakonie - Neue Arbeit” Pamphlets lass ich an dieser Stelle einfach mal undokumentiert. Ich kann mir Vorstellen das auch so mancher Sachbearbeiter und Fallmanager bei der BA/ARGE/JobCentern nciht ganz so glücklich mit der Entwicklung ist, die dieses genommen hat. Und wenn man die Kosten zusammenrechnet (neben den regulären Sozialleistungen noch Arbeitskleidung, Fahrtkosten, Zuschüsse etc. und ppp.) dürfte auch so manchen Leiter dieser Ämter schwindlig werden wenn man das gegenüber deren Etathaushalten vergleicht - aber im Endergebnis das erreicht hat was man nicht wollte: Förderung des Lohndumpings und des Sozialbetrugs im großen Stil und auch noch gesetzlich angeblich legal? Zumindest seh ich das so und wunder mich warum man Arbeitslose, generell jeden Hartz4 Empfänger öffentlich an den Pranger stellt.

Mein Fazit:
Wir sind mündige Bürger, egal ob Erwerbslose oder nicht. Egal ob Aufstocker jeglicher Art oder Geringverdiener. Aber wir sind nicht so “dämlich” das man das alles, was Herr Hentschke dort zu rechtfertigen versucht auch glauben sollte.

Chinalöhne in Deutschland sind möglich dank Vater Staat

Themen: Aemter & Arbeitslos, Alltag & Gesellschaft, Politik & Wirtschaft, Soziales
von: Shanky-TMW am 17 Juli 2009 um 11:46 Uhr

Beschäftigungsgesellschaften und mehr - Lohndumping mal anders

Beschäftigungsgesellschaften, das ist etwas worüber ich eigentlich mal etwas separat schreiben wollte. Es mangelt mir im Moment ein wenig an Zeit, da ich hier in Regensburg auch aktuell daran arbeite, wieder eine “Erwerbslosen & gegen Sozialabbau Initiative” aufzubauen. Und ich denke mal das es mehr werden wird als meine damalige Mini Initiative (JoblessPeople - leider eher eine Einzelkämpfer Aktion) in einer tiefsten ländlichen Provinz in Hessen. Dazu zu gegebener Zeit mehr. Weiter zu dem, um was es in diesem Bericht geht und weshalb ich das thema vor ziehe, auch wegen der aktualität des jüngsten TV Berichtes, der am Mittwoch in ARD exclusiv auf dem Sender ARD mit dem Titel “Die Armutsindustrie” lief und ich es wichtig finde das man solche Informationen ruhig in die Öffentlichkeit auch an jene ins Netz trägt, die diesen Bericht nicht gesehen haben.

Gezeigt wurden die lukrativen Möglichkeiten, billige Arbeitskräfte Subventioniert vom Staat mittels Beschäftigungsgesellschaften und Praktikumsstellen zu erhalten um hochwertige Produkte mit wenig eigenen Betriebsausgaben (Betreffend Lohnkosten) herzustellen. Wie das funktioniert ist seit Jahren Bekannt und eine Masche die es in ähnlichen Formen auch vor der Agenda 2010 und den Hartzreformen schon gab und seitdem nur noch “verschlimmbessert” wurde. Es ist so schon schwer genug gegen Zeitarbeitsfirmen und deren Lohndumping anzugehen, aber die Möglichkeiten seit den 1,- EUR Jobs sind für so manche Firmen doch weitaus einfacher und erträglicher geworden. Nun, auch wenn ich eigentlich mehr über Beschäftigungsgesellschaften reden sollte schweife ich dennoch ab um die gängigsten perfiden Möglichkeiten der Arbeitgeber aufzuzeigen, mit denen sie den Staat schröpfen um vor allem an Lohnkosten sparen zu können, meist ohne jemanden ernsthaft einstellen zu müssen.

Wie war das bisher: man steckte Arbeitslose jeglicher Art in diverse Kurse und diese enthielten eien Zwingendes Praktikum. Diverse Mauscheleien zwischen den Bildungsträgern, der BA und auch den Stadtverwaltungen udn Sozialämter machten so einiges möglich um billige Arbeitskräfte zu bekommen die ausschließlich über die Staatlichen Mittel noch mitfinanziert wurden. So geschehen zB. auch in meiner damaligen Hessischen Heimatgegend mit den Wickert-Kliniken, deren MAchenschaften in dieser Hinsicht dann doch aufgeflogen waren um kostengünstige Renovierungen mittels Praktikanten und Sozialhilfeempfängern über Jobgelegenheiten vom Sozialamt (den Vorgänger der heutigen 1 EUR Jobs, in denen besonders auffällige SozHi Empfänger gesteckt wurden um weiter Leistungen zu bekomme) ausführen zu lassen (das war etwa 2003, die Lokalen Zeitungen WLZ und HNA berichteten darüber, entsprechende Berichte sind leider auf deren Onlineplattforemn inzwischen nicht mehr auffindbar). Solcherlei Vorgänge gab es häufig und sind bis heute immer noch gängige Praxis. Im Jahr 2005 wurden die Hartz4 Reformen radikal umgesetzt und die damaligen Arbeitslosenhilfe & Sozialhiulfe wurden zu ALG2 nur zusammen gefasst und auch die 1EUR Jobs als neue Präventivmaßnahme zur Angeblichen Jobfindung den Leuten als angeblich neues Instrument untergeschoben. In Wirklichkeit hat man dieses schon Vorhandene System nur auf die damaligen Arbeitsdlosenhilfe Empfänger als Zwangsmaßnahmen mit ausgeweitet und parallel sogar als Freiwillige Arbeitsgelegenheit auch auf ALG1 Empfänger mit übertragen.

Die Betonung kliegt in dem Wort Arbeitsgelegenheit. Damit sollen Arbeitslose wie mündige Kinder an eine Struktur und Neueingewöhnung in die Arbeitswelt herangeführt werden. Interessant das es auch Leute trifft die über Jahrelange Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt verfügen. Was sich damals noch nciht so wirklich jeden erschloß war die Tatsache, das durch Zeitarbeitsfirmen und deren Dumpinglöhnen mitlerweile jeder zu den ALG2 (Hartz4) Empfängern wird und man selbst als mit normalen ALG1 zum Aufstocker zwangsläufig wird udn entsprechend auch die Zuständigkeiten der Ämter/ARGEn/JobCenter untereinander dadurch ausgetauscht werden. Viele fallen darauf herein das man deren Eingliederungsvereinbarung nciht nur anerkennt und diese nach ALG2 Vorgaben erfüllt obwohl dieses nur insofern Gültigkeit hat, was die Finanziellen Angaben udn Mitwirkungspflichten angeht. Dementsprechend wird so mancher ALG1 empfänger auch falsch ZWangsrekrutiert in 1 EUR Maßnahmen, die für ihn auch weiterhin bis zum Auslaufen der ALG1 Leitung eigentlich nur freiwillig wäre - nur um die Sanktionen nciht zu bekommen, die Sie nach dem System nciht bekommen würden. Man spielt hier bewußt mit der Unwissenheit der Leute in deisem Perfiden System. Dies mal zu den aktuellen Auswirkungen die teilweise gerade ablaufen.

Was ist noch passiert? Nun, es wurden die Gelegenheiten zur Probearbeit geschaffen. Ein recht häufig verwendetes Mittel um vom Staat bezahlte Arbeitnehmer auf diese Arbeit für angeblich existierende Stellenangebote zu testen ob diese denn nun geeignet seien. Das verrückte daran: man arbeitet in dieser Zeit zwischen 1 bis zu 3/4 Wochen Probe, ganz normal wie jeder andere Mitarbeiter auch und erhält lediglich die Leistungen der BA/ARGE/JobCenter. Evt. kann man auch noch die Fahrtkosten geltend machen, aber der Potentielle Arbeitgeber zahlt dazu keinen Cent. Am Ende solcher Probearbeiten landet man oft wieder beim Amt mit der Aussage des Arbeitgebers das man selbst angeblich für die Stelle nciht geeignet sei. Kurze Zeit später kommt dann der nächste Probearbeiter. Nun, man tut angeblich etwas dagegen um schamloses Ausnutzen dieser möglichkeiten bestimmter Firmen zu unterbinden und schaut auch bei der BA zu, das diese Probezeiten möglichst 2 wochen bei einer Firma nciht überschreiten. Aber dennoch gibt es genügend Firmen die diese Möglichkeiten weiterhin nach belieben Nutzen. Ganz Ehrlich, eien Abschaffung dieses angeblich hilfreichen Instruments wäre Sinnvoller. Denn wozu gibt es eien Probezeit die bis zu 6 monate andauert und man ohne Angaben von Gründen auf die Straße gesetzt werden kann? Immerhin sparrt sich der AG sämtliche Nebenkosten plus Lohn und Gehalt. Das ist sogar kostengünstiger als eine kurzzeitige Zweiwöchige Anstellung auf 400 EUR Basis.

Dann wurde die Instrumentarien der Wiedereingliederungs-Bezuschussung erweitert. Auch diese Methode gibt es schon länger als Hartz4, wurde aber weiter ausgebaut. Das damit auch schon früher Schundluder getrieben wurde ist ein alter Hut. Aber neu ist die Tatsache das es immer mehr Arbeitgeber gibt, die sich die Neueinstellung eines ´neuen Mitarbeiters für 12 Monate bis zu 50% des Lohnes von der BA/ARGE/JobCenter aus dem Staatsäckel mit finanzieren lassen und sogar dies ausschließlich bei den Sacharbeitern zu verlangen scheinen. Danach wird die Stelle plötzlich gestrichen, der bezuschusste wegen mangels Auftragslage oder Ersatzjobmöglichkeit vor die Tür gesetzt und kurze Zeit später der Job neu ausgeschrieben und wieder mit jemanden besetzt, dessen Lohn zur Hälfte vom Staat getragen wird.

Vermittlungsgutscheine sind auch noch eines der Mittel um eien Firma unaauffällig vom Staat Subventionieren zu lassen. Dieses Methode nutzen vor allem Zeitarbeitsunternehmen um sich auf die Weise billige Mitarbeiter selbst zu vermitteln über eine eigenständiges Jobvermittlungsbüro im eigenen Haus. Der Arbeitnehmer wird dann für 6 monate übernommen udn als einnahme fließen vom Amt bis zu 2500 EUR ins Haus. Das Büro dazu steht diesen Firmen mitsamt den angeblichen Vermittler eh zur Verfügung und evt. werden so manche dieser Vermittler auch noch auf der 400 EUR Basis beschäftigt um die Betriebs(bzw. Lohn)kosten dafür so gering wie möglich zu halten. Parallel dazu läuft dann auch dieselbe Nummer mit der eben schon erwähnten Wiedereingliederungs-Bezuschussung.

Neben den sogenannten Bildungsträgern wurden seit Hartz4 auch zahlreiche Beschäftigungsgesellschaften gegründet, teilweise auch von Organisationen bei denen man soetwas nicht vermuten würde oder man nie auf den Gedanken kommen sollte, das dieses System für gewisse Lohndumping Machenschaften ausgenutzt wird. Unter anderem zB. die Dekra (Toy Company) oder auch die Kirchlichen Organisationen wie zB. die Diakonie (Neue Arbeit). Die “Neue Arbeit” ist eigentlich eine reguläre Herstellerfirma mit fast Ausschließlich 1 EUR Jobbern, deren Gemeinnützigkeit lediglich dank der Schirmherschaft der Diakonie zustande gekommen ist. Nun muß man aber Wissen das Jobgelegenheiten auf 1 EUR Basis eigentlich gemeinnützig sein sollen und nur wer als Gemeinnützig anerkannt wird bekommt auch solche Menschen die eine Jobgelegeheit Wahrnehmen (ob freiwillig oder gezwungen). Wie das un auszusehen hat mit der Gemeinnützigkeit ist allerdings eien ziemlich breite Auslegungssache. Gemeindarbeiter werden durch 1EUR Jobber ersetzt, parallel gehen LAndschaftsgärtnereien pleite weil sie dank der Masse an solchen Billig Arbeitern keine Aufträge mehr bekommen. dibverse Volksfeste werden mit solchen Kräften ausgerichtet da sie als Gemeinnützig gelten, Schulen erweitern den Bestand ihrer HAusmeister auf diese Art (in so etwas bin ich damals selbst leider auch hinein gerutscht) usw. usf.. Aber auch Firmen bekommen Arbeitskräfte auf 1 EUR Basis - zum Beispiel auch den im Bericht erwähnten Trampolin Hersteller über die “Neue Arbeit” - was daran nun Gemeinnützig sein soll, frage man mich lieber nicht. Und eine Einstellungschance wenn man auf die Art in eine Firma hinein kommt sind ohnehin nciht gegeben. Selbst bei Zeitarbeitsfiremen oder 400 EUR Jobs wären die Chancen dagen Astronomisch würde man den Promillegehalt deren möglichen Chancen dagegen halten.

Nun, nach all meinen Ausführungen und den Umstand das diese Sendung auch auf YouTube zu finden ist und dank uns, den aktiven Erwerbslosen auch dort bleiben wird, binde ich den Bericht nun hier ein und lasse in für sich sprechen.

Damit wird auch klar wo ein nicht unerheblicher Teil unserer Staatsverschuldung herkommt. Wie immer man es auch sieht, dadurch das all diese Leute von den Sozialkassen und Staatsgeldern bezahlt werden, zahlen wir ALLE die Zeche dafür - und wenn es nur über die Mehrwertsteur ist - damit so mancher Firmeneigner sich seine Nase vergolden kann um seine Profite zu erhöhen. Und vieles scheint sogar noch Politisch gewollt zu sein, egal wer die Fäden da oben in der Hand hält. Denn diese Möglichkeiten werden von Mal zu Mal immer mehr verfeinert, so das man schon leicht auf den Gedanken kommen kann:

“Politiker sind lediglich die Marionetten der Wirklichen Staatsoberhäupter: den Banken- und der Industriewirtschaftsinhabern”

Aber dies ist und bleibt lediglich eine Vermutung und reine nicht bewiesene Spekulation.

18te Tafelbeute & Tafelumzug

Themen: Aemter & Arbeitslos, Alltag & Gesellschaft, Soziales
von: Shanky-TMW am 11 Juni 2009 um 12:39 Uhr

Eigentlich sammel ich meine Tafelbeute-Berichte in letzter Zeit, um sie etwas gezielter zusammen zu fassen. Doch diesmal mach ich eine Ausname. Denn die Tafel ist umgezogen in Regensburg. Sie ist nicht mehr an der üblichen Stelle in der Johann-Hösl-Straße, sondern neu in der Adolf-schmetzer-Str. 49 - Kreuzung Straubinger Str. beim alten Schlachthof. Für mich bedeutet das weiter raus fahren in den Sadtosten, per Fahrad oder Roller länger fahren. Ansonsten ist alles relativ gleich geblieben, aber die Regeln sind etwas strenger geworden. Ohne gezogene Nummer läuft jetzt gar nichts mehr. Und die (liebevoll genannte) Kundschaft schient schon wieder mehr geworden zu sein. Sicher auch wegen des anderen Stadtteils, aber auch so waren einige neue dazu gekommen. Teils wieder aus entlassungen, wo dann erstmal das Geld nciht reicht von ALG1 und/oder ALG2. Die beiden Bilder oben zeigen den Eingang bei der Losvergabe udn etwas später, wo der Andrang ruhiger wurde. Ich hatte wie fast üblich, das Glück wieder eien 100er Nummer zu ziehen was mir 2 Stunden Wartezeit einbringt. Der Umzug schien schon länger geplant zu sein und wurde letztesmal den Besuchern persönlich offeriert, auf der Tafelhompage ist die neue Adresse ncoh nciht vermerkt. Die Räume sind größer, man richtet dort immer noch Regale ein und man hat einen Ein udn Ausgang in dem Flur wodurch es sich nicht mehr so staut wie in dem Gang der alten Lokation. Das sollte schon ein Vorteil sein.

Es gibt aber auch Nachteile, was an der Umgebung liegt. In der Johann-Hösl-Straße hatte es einen Lidl und einen Penny Markt in der Nähe, wo man sich noch das ein oder andere dazu kaufen konnte was noch fehlte. Insbesondere Getränke, die recht selten und nur in kleinen Mengen bei der Tafel verteilt werden. Dazu noch das Einrichtungsgeschäft Roller für günstige Kleinode und etwas weiter unten den Baumarkt in der angrenzenden Bajuwarenstr.. Und ein günstiges Kaffee/Lokal nebst einem McDonalds konnte man sich auch an kalten Tagen bei längerer Wartezeiten mal aufhalten. Am neuen Standort gibt es nahezu ncihts. ein überteuertes Lokal, eine Pizzeria die geschlossen hat während der Tafelöffnungszeiten am Mittwoch und Einkaufsmöglichkeiten gibts dort an sich auch nicht um den Ausflug damit auch noch zu verbinden. Das macht meine Tafelaufenthalte dort doch ein klein wenig umständlicher. Auch das ich noch eine andere Busrute für Notfälle einplanen muß. Die Haltestelle ist aber wie beim anderen Standor auch, wireder in der Nähe und gut erreichbar. Aber wenigstens hatten sie zur Neueröffnung wieder etwas reichhaltigeres Nahrungsangebot gegenüber den letzten Wochen. Aber man weiß nie ob das auch so bleibt.

14te bis 17te Tafelbeute

Themen: Aemter & Arbeitslos, Allgemeines, Alltag & Gesellschaft, Soziales, TV, WebVideos
von: Shanky-TMW am 28 Mai 2009 um 8:15 Uhr

Es ist wieder über einen Monat her, das ich etwas über die Tafel und anderes in dem Zusammenhang berichtet habe (–> HIER <–). Wer jetzt nachzählt wird auch merken das ich ein paar Tafelgänge ausgelassen habe. Und wer meinen Blog bis hier her gefolgt ist wird schon mitbekommen haben, das ich einige Probleme nebenher beseitigen mußte die sich auch mit den Terminen überschnitten haben. Ich hab mir nicht genau gemerkt wann ich denn nun gefehlt habe, und es ist auch nicht Notwendig das zu umschreiben. Der wesentliche Faktor, das es wieder mehr Tafelgänger seit Mitte April gibt spricht Bände. Auch das mittlerweile die Nummernverlosung nciht mehr für alle ausreicht und einige bis zum Ende wirklich anstehen müssen ist zu einer Gewohnheit geworden. Parallel dazu kommt auch nicht mehr genug zusammen um die Taschen für jedern für die ganze Woche aufzufüllen. Deshalb an Dieser Stelle schonmal die Fotoserie der Tafelausbeute:

Gut, man hat auch mal Glück und es wird mehr. Aber gerade meine letzten Bilder wird immer mehr zum Alltag dort. Auf dem letztem Bild fehlen ein Brot und 5 Joghurts, die ich dem Tafelbesucher hinter mir überlassen habe da er sonst nur Aufschnitt mit bekommen hätte. Ich brauch mir um Brot keine Gedanken machen, ich hab noch was eingefroren auf Lager und Joghurts kann ich mir zum Glück auch noch leisten. Ist ja nicht so das ich wahllos alles einpacke, auch wenn ich das wenige gut gebrauchen kann und mir als Vorletzter dann die Hände reiben kann. Das bringt auch nichts, aber es zeigt das die Tafeln nicht immer so üppig gedeckt sind und es auch mal mehr als knapp werden kann.

Ich hatte in einen der Beiträge über Bekannte von mir in Hessen berichtet, die sich aus Angst um Ihren Ruf bei den Nachbarn trotz Job des Mannes und Berchtigungskarte nicht trauen dort hin zu gehen um für sich und ihre Kinder dort unterstützend einzuholen. Etwas schlimm, weil es auch hier immer mehr Leute gibt die mit den Niedriglöhnen und den immer weiter steigenden Preisen schon lange nicht mehr über die Runden kommen. Ich hatte neulich bei der Tafel ein Gespräch aufgeschnappt bei dem sich ein paar Leute über die Menschen dort lustig gemacht hatten und nebenher noch Argumente dazu raus gebracht haben wie:

“Es gibt Leute die Arbeiten und bezahlen anderen Leuten die nicht Arbeiten das Essen”

Bei Gedankenlosen Phrasen wie diesen kommt mir Persönlich dann Ruckzuck die Galle hoch. Vor allem weil die Tafel als Gemeinnütziger Verein vor allem von Spenden lebt, die Lebensmittel die ausgegeben werden wiederum Spenden sind und die Menschen die sich die Sachen dort abholen wiederum eien obligatorischen Spendeneuro jedesmal da lassen den Sie sich von dem wenigen was Sei haben auch noch abknapsen. Das Geld wandert nicht in Einnahmen und es werden auch keine Lebensmittel dafür gekauft sondern wandert in die laufenden Kosten des Vereins. Miete für die Räumlichkeiten, den Transporter zum Abholen der Spenden und evt. noch kleine Aufwandsentschädigung der freiwilligen Helfer.

Nur wie macht man solchen Kleingeistern wie oben das erstmal klar? Und bei weitem nicht alle die dort Lebensmittel holen sind Penner und Langzeitarbeitslose. Da kommen auch Arbeiter, Rentner, Emigranten aller Art und sonstige. Dazu kommt noch das man nur einmal in der Woche dort hin gehen kann und das bei weitem nicht reicht. Getränke gibts auch nicht, freie Auswahl wie im Supermarkt hat man ebenfalls nicht. Sicher kann man das ein oder andere rauspicken, Sachen gegen die man Allergisch ist weg lassen und gegen was anderes tauschen wenn es vorhanden ist. Aber das war es auch schon.

Vor ein paar Wochen lief auch eien Diskussionsrunde im ARD bei Maischberger, wo es um Armut in Deutschland ging. Es wurden zwar verschiedene Ansatzpunkte angesprochen, aber Hauptbetroffene in der Diskussionsrunde war eien Rentnerin, deren Lebensunterhalt nicht reicht und sie von zusätzlichen Hartz4 leben muß und auch der Tafelgang bei vielen Menschen nicht mehr weg zu denken ist. Auf der Seite findet sich die Sendung auch als Stream zum anschauen.

Und da ich gerade bei TV Sendungen zu dem Thema bin: da verlink ich noch zwei aktuelle Dokumentationen, die ich auf YouTube gefunden habe und das aktuelle Geschehen zur Zeit ganz gut wieder spiegeln.

Der Recyclinghof

Themen: Aemter & Arbeitslos, Allgemeines, Alltag & Gesellschaft, Politik & Wirtschaft, Soziales
von: Shanky-TMW am 27 Mai 2009 um 12:14 Uhr

Ich hatte heute einen kleinen Stresstag. Der Plan:

  1. Den Recyclinghof ansteuern, nach Hängeschränkchen schauen und ggf. sichern
  2. ein Möbelgeschäft ansteuern und ein neues Sofa kaufen
  3. einen Kleintransporter mieten um das neue gute Stück mitsamt den gesicherten Sachen heim bringen
  4. abtransport des alten Sofas und meines alten TVs, das schon seit ein paar Wochen darauf wartet weg gebracht zu werden, zum Recyclinghof zu bringen.
  5. Den Transporter wieder zurück bringern

Geplant getan, und ich komme pünktlich Mittags zum erneuten Öffnen vor dem Recyclinghof an und warte schon auf der Zufahrtsstraße darauf, das die Tore geöffnet werden. Normalerweise soll dort Einlass 10min. vor Öffnungszeiten sein. Doch seltsamerweise verspätet es sich auf 10 Minuten nach Öffnungszeit. Schön, da hab ich Zeit ein wenig nachzudenken über die mir noch fehlenden Küchenschränkchen, oder was ich sonst noch brauchbares finden könnte. Jetzt werden sich manche fragen, warum ich da hin geh anstatt das gleich neben dem Sofa im Geschäft einzukaufen?

Mal davon abgesehen das meine Mittel auch nur begrenzt sind hab ich ein gesundes Verhältnis dazu auch gebrauchtes in meine Wohnung zu integrieren. Es werden durchaus auch noch verwertbare Sachen dort abgegeben. Und anstatt das man es in die Sperrmüllpressen reinstopft werden so einige gute Stücke auf dem Weg gegen eien geringen Obolus in den Werkseigenen Flohmarkt veräußert. Manchmal nur mit geringen Schäden, udn ich habe auch Spaß daran diese Sachen wieder zu reparieren und nebenher auch passend zur Einrichtung umzugestalten. Meine Wohnung ist also von den Möbeln her eine unauffällige Sammlung von aufbereitetem Sperrmüll, Selbstgebautem und auch normal gekauften Möbelstücken. Und mir fehlen in der Küche noch über meiner Selbstgezimmerten Küchenzeile noch Hängeschränkchen und Regalbretter um meine restlichen Utensilien dafür aus den Umzugskisten verschwinden zu lassen.

Nun, ich hatte leider Pech. Bei meinem letzten Besuch war zwar etwas dabei, doch leider war mir schon jemand zuvor gekommen. Und diesmal stand überhaupt nichts dergleichen dort, leider. Aber ich hatte ja noch einen Gang dorthin vor. Was jetzt interessanter ist, wer geht überhaupt zu diesem Flohmarkt hin? Im Grunde jeder der dort herum stöbert. Sicher auch der ein oder andere Möbelhändler der eine versteckte Perle finden möchte, jede Menge Leute wie ich, die nur ein wenig günstiger mit ein wenig Eigenfleiß das Wohnungsinterrior aufstocken wollen und generell jeder, der nicht genug verdient um sich Nagelneue Möbel leisten zu können. Und ja, nachdem alle schon so lange gewartet haben wird mir auch klar warum. Vor dem Rolltor des Flohmarkts standen sie schon in einer größeren Traube udn warteten darauf hinein zu gelangen. Vor allem die Frauen vielen mir da auf, die plötzlich im Dauerlauf los spurtete, nur um als erster an der Wäschekiste zu sein. Und nachdem die erste den Kasten erreicht hatte ging es auch schon los, die Wäschestücke flogen in alle Windrichtungen davon, es wurde gewühlt, gekreischt und gebissen und getreten .. Bilder die ich sonst von überfüllen Sommer- und Winterschlußverkäufen her kenne. Ich konnte nicht anders als mein Handy zu greifen um das in wenigsten eien Bild festzuhalten. Es ist mir leider nicht gelungen das “Wäschewerfen- & -fliegen” richtig einzufangen. Aber ich denke man kann auch so erkennen wie sich die Frauen um die gebrauchten Klamotten balgen.

Bin ich froh, das ich genügsamer (und im Sicheren Abstand zu dem Kleiderkistentreiben) zwischen den Möbeln und Bücherkisten kreise, auch wenn ich nichts für mich dann gefunden habe. Nun gut, ich flitze auf meinem Roller nun weiter zum Geschäft, das auch Kleintransporter für wenig Geld zur Verfügung stellt. Ich plane rund 2 Stunden ein, von denen ich 1,5 Stunden brauche um das Fahrzeug wieder abzugeben und alles ist erledigt und mein Wohnzimmer ziert nun eine neue 3er Schlafcouch, die mein altes schon recht zerschlissenes 2er Sofa nun ersetzt. Ist nicht ganz das was ich eigentlich gern gehabt hätte - eine L-Förmige Couch, aber mein Budget ist leider begrenzt und die günstigen in diesen Bereich sind eher mit Schaumstoff umwickelte unbequeme Bretter vergleichbar als mit einem gemütliches Sitzmöbel. Also hab ich mich für das genauso günstige Federkern-Sofa entschieden mit Metallrahmen statt Lattenrost und ohne lästige Lehnen, die es auch gut zu einem 5sitzer machen wenn man die Stützkissen weg nimmt. Gut, es gibt auch spezielle Beistellhocker die denselben L-Effekt haben - da werd ich später noch etwas passendes besorgen. Und klar, nicht ich platze zuerst darauf sondern meine beiden Mizis strunzen darauf herum und fühlen sich richtig wohl darauf obwohl es noch nicht einmal richtig ausgepackt ist - als ob ich sie nur für meine Katzen gekauft hab :-D

Noch etwas erheitert mich im Nachhinein. Meine ganze Transport- und Sperrmüllaktion fand heute ausschließlich mit Roller statt. Mit dem Roller hin, in den Laden mit dem Namen Roller, dort umgestiegen auf einen Roller-Kleintransporter (ein Service den übrigens nicht jede dieser Fillalen bietet) und nach Abgabe wieder mit meinen eigenem Roller zurück nach Hause. Ein ziemlich “Rollender” Tag heut :-D

Leih-Rollstühle…?

Themen: Alltag & Gesellschaft, Fotos, Soziales
von: Shanky-TMW am 22 Mai 2009 um 1:43 Uhr

Es ist schon lustig was ich in meinem Leben so finde. In einem der Einkaufszentren Regensburgs, genauer dem DEZ, komme ich immer an eine Stelle vorbei die mich ein wenig zum Lachen bringt. Denn dort stehen zig Rollstühle und Gehhilfen im ersten Stock auf der einen Seite des Gebäudes.

Gut, das allein wäre ja nichts besonderes. Schließlich findet man dort auch Praxen vor. Nein, es sit eher die Tatsache das jede dieser Hilfen angekettet ist wie ein Einkaufswagen. Ganz richtig, man braucht nur eien Einkaufs-Chip einschieben und schon hat man seine Gehhilfe oder einen Rollstuhl.

Toll, nur so ganz komm ich immer noch nicht hinter den Sinn von dem ganzen. Denn wer auf seinen Rollstuhl angewiesen ist hat eh seinen eigenen dabei, genauso wie Ältere Menschen ihren Gehfrei mit sich führen. Und neben den Rolltreppen gibt es auch Fahrstühle.

Ich frage mich wirklich jedesmal wer sich das warum ausgedacht hat und wer es in Anspruch nimmt? Schließlich kann niemand seinen Rolli im Auto lassen und erstmal ein Stockwerk rauf kriechen um sich dort einen dieser Stühle zu leihen… verrückte Welt das, aber irgend einen Sinn muß es doch haben? Auch von der Lage zu den Medizinischen Einrichtungen des Gebäudes wäre es ungünstig um im Bedarfsfall schnell so eine Hilfe zu organisieren. Diese liegen auf der anderen Seite des Gebäudes.

Nein, so wirklich erschließt sich mir der Sinn hier nicht und auch am Informationsstand in der Nähe konnte man mir lediglich nur Erklären wie das mit den Einkaufs-Chips funktioniert - aber das kenne ich von gewöhnlichen Einkaufswagen ja schon. Bliebe nur, das sich jeder der gerade zu faul zum Laufen ist einen Rollstuhl auf diese Weise leihen kann, aber auch das erscheint mir nicht der Wahre Sinn zu sein.

Fragen über ungeklärte Fragen….

Alles im ARGEn und nix geht anscheinend (Teil 2)….

Themen: Aemter & Arbeitslos, Allgemeines, Politik & Wirtschaft, Soziales
von: Shanky-TMW am 22 April 2009 um 7:56 Uhr

sowas, wie –> HIER <– schon ausführlich beschrieben hab ich so meine Problemchen mit der ARGE um mein Haus zu verkaufen. Ich hatte damals dierekt mit dem Stellvertretenden gesprochen weil mit der Teilzeitkraft, die wohl nur 2x die Woche im Haus ist nichts mehr lief und ich so nur über Wochen hin und her gereicht werde und der Notar-Termin immer näher rückte.

Gut, das mi dem Notar hab ich hinter mir, Vertrag ist vorab so unterzeichnet und ich seh das Geld erst, wenn der Löschantrag durch ist. Und nun? Das Problem, das ich das Haus erst los werde wenn der Eintrag von der ARGe aus dem Grundbuchamt gelöscht wird bleibt bestehn. Jetz kommt der Oberhammer. Ich muss mich ja bei denen nochmal melden und den Stand der dinge erfahren. War ja weg und am WE haben die nicht auf. Und wen hab ich am Aparat, wehrte Frau “Teilzeitkraft” die mir mitteilt das sie dem nicht zustimmen können weil der Verkeufspreis unte reien m gewissen Satz liegt den die ARGE akzeptieren würde - zu hoher Wertverlust etc. pp. wird mir da erzählt und angeblich sei mir dies schon per Post zugestellt worden. Ich frag mich nur a) wann? und b) wieso kommen die nach dem Notar-Termin damit? Hätt ich das eher gewußt hätt ich mir die Fahrt nach Hessen auch sparen können.

Man geht hier von einem Grundstücksbewertung aus, die irgendwelche Leute gemacht haben nachdem Sie das Haus von außen betrachtet haben - und so wie ich dieses Gremium da unten kenne - nicht einmal das. Das das Haus eine Ungünstige Lage hat, recht Renovierungsbedürftig ist und dies auch schon bestätigt worden ist interessiert Frau “Teilzeitkraft” nicht einmal. Na Prima, also war wieder ein Gespräch mit dem Chef der Abteilung fällig. Und siehe da, ich hatte schon richtig vermutet mit den Schreibtisch angaben des Gemeindegremiums, aber es gibt da noch einen Punkt den Frau Teilzeitkraft geflissentlich übersehn hat. Die Regressforderungen liegen unterhalb eines Satzes, bei dem Sie Ihren Löschantrag gar nicht zurückhalten dürfen. Aha, also müssen Sie zähneknirschend akzeptieren zumal der Kaufpreis (obwohl in deren Augen immer noch zu niedrig) das ganze auch noch deckelt.

Schön, dann kann ich nur noch warten bis der Rest in die Wege geleitet wurde. Und nur so nebenbei: der Brief mit der angeblichen Ablehnung ist immer noch nicht da, nur ein neuer in dem cih eienen neuen Antrag ab Juni stellen kann. Und da ich dann eh in dem Zeitraum aus dem Leistungsbezug für ca. 3 Monate erstmal raus falle macht der erst für später wieder Sinn. Soviel mal dazu wie zielgerichtet so manche Mitarbeiter dort arbeiten. Ist aber bei Einsparungen kein Wunder. Gestern gab es interessanterweise auch mal wieder einen netten Beitrag in Frontal21 (Videobeitrag), wo über das derzeitige Chaos berichtet wird das 3 verschiedene Betreuungsmodelle an sich schon anrichten, erwähnt wurde das Hartz4 mit heißer NAdel gestrickt wurde und auch berichtet wurde, das das Modell der ARGE so laut Bundesverfassungsgericht ohnehin Gesetzeswiedrig ist udn man nun neu reorganisieren müsse (siehe auch –> PDF-Text zur Sendung <–). Auch hier werden spätestens ab nächsten Jahr noch einige Dinge mehr auf die Arbeitslosen und Hilfebedürftigen zukommen. Ich sagte ja schon länger dazu, wie viele andere auch (und das ist auch in meinem Blog verstreut zu lesen) das etliches daran nur so dahin gepatscht ist. Einige Ideen sind in den Hartz Reformen ganz nett, aber die Umsetzungen dann eher schlecht durchdacht ist. Aber anstatt nachzubessern wurden weiter irgendwelche Kompromisse gemacht, totgeschwiegen oder andere Auflagen dazu erfunden die genauso mit der heißen Nadel gestrickt wurden wie die gesammte Hartz Reform selbst. Vor allem Hartz4 schaffte mehr Probleme als Nutzen .. und es waren nicht nur die mahnenden und Klagenden Stimmen aus den Reihen der Betroffenen die das vorher sagten. Aber was will man erwarten wenn Politik und Wirtschaft Reformen bauen, die auf der einen Seite der Wirtschaft mehr Vorteile bringt indem sie die Menschen immer weiter in Richtung nichts schieben und die Politik nur Wahlkampf und Prestige im Auge behält anstatt sich das Elend auf der Talsohle des Lebens einmal anzuschauen. Dieses Elend einmal selbst zu durchleben im vollen Umfang kann man von beiden ja nicht verlangen, darauf würden sich weder Wirtschaftler noch Politiker einlassen, aber ees wäre dringend einmal notwendig damit diese sehen was Sie in wirkllichkeit angerichtet haben.

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