Dämpfzeit - Reisfleischzeit

Themen: Alltag & Gesellschaft, Kulinarisches
von: Shanky-TMW am 14 May 2009 um 4:30 Uhr

Ich weiß, es ist ziemlich einfallslos über ein Gericht zu schreiben, das ich Anfang April (wenn auch in anderer Form) schonmal beschrieben hatte (siehe –> HIER <–). Dies ist die etwas mehr in Richtung originale Variante trotz ein paar meiner Änderungen. Und OK, ich bin grad zu faul nochmal in die Stadt zu radeln um noch ein paar Zutaten für etwas anders zu besorgen, aber mir ist grad langweilig genug um es etwas aufwendiger zu machen.

Chinesisches Reisfleisch auf gedämpftem Salat

Ich gebs ja zu, ich mag dieses Gericht auch egal in welcher Art ich es zusammen braue und auch als Resteessen oder wenn man Spaß daran hat, sämtliche Zubereitungsmöglichkeiten mit einem Wok mal auszureizen ist es klasse. Das letzte mal hatte ich meinen Spaß daran zu zeigen was ich mit den kleinen Schüsselchen und Schälchen anstelle/sortiere wenn ich davon massenhaft im Aufwasch habe nach dem kochen. Schön, benutz ich diesmal doch das ganze um zu zeigen wie man mit einem Wok noch etwas anders umgehen kann als das eher bekannte Pfannenrühren, Saucieren (braten) und Kochen. Schmoren kennt man von mir ja schon, doch Dämpfen dürfte für viele neu sein.

Im großen und ganzen ist es wieder dasselbe. 3 rote Paprika (wers bunt mag kann auch andere Farben nehmen), ein Kohlkopf, ein Schächtelchen frischer Schwammerln (Champignons), eine Zwiebel (hab ich im Moment zuviel von, sonst würde ich lieber die Frühlingszwiebeln mit Ihren Lauch dran verwenden) und ein etwas über Daumenbreites (ca. 2cm) Stück Ingwer und etwa 250g Hack. Dazu noch ein Beutelchen Basmati-Reis und ein wenig Zitronenmelisse, die man mir in der letzten Tafelbeute mit dazu gepackt hatte. Ist zwar nicht das Zitronengras was ich sonst gern verwende, aber es ersetzt es auch ganz gut. Auf dem Bild fehlen wie üblich noch ein halbes Tässchen Hühnerbühe, Gewürze und Sojasoße. Die Champignons sind im Originalen eigentlich auch eher asiatisch beheimatetes wie zb. Shitake Pilze. Aber da man in dem Gericht im Grunde alles rein werfen kann ist das schon in Ordnung.

Gut. Als Vorbereitung schnippeln wir den Ingwer und die Zwiebeln jeweils für sich in kleinste gehackte Würfelchen. Die Paprika schneiden wir in Streifen und diese zerschneiden wir dann nochmal schräg in 2 Teile wenn sie etwas lang sein sollten. Auch der Salatkopf wird schön auseinandergenommen udn die Blätter in Streifen zerteilt. Die dickeren Strunke schmeißen wir gleich passend zum Paprika in das Schälchen. Auch die Zitronenmelisse zerschnippeln wir in kleinere Stücke und mischen das später dann halbe halbe in das Salatschüsselchen und das Paprikaschüsselchen. Von der Menge her sollte das ungefähr für 2 starke bis 4 normale Esser reichen.

Jetzt kommt das Aufwendige. Wer meinen Blog mitverfolgt und mich so kennt weiß das ich furchtbar gern mit dem Wok arbeite. Nicht nur weil ich damit leckere Sachen zubereiten, sondern weil man das Ding tatsächlich als Universal-Kochgerät nutzen kann. Denn der Salat und die Paprika kommen jetzt in ein eigenes Bambuskörbchen, im Wok zu 1/3 Wasser mit etwas Salz und Madras angereichert. Und die Körbchen werden samt dem obern Deckel dann in den Wok gestapelt um das Gemüse zu dämpfen. Wer mag kann beim dämpfen noch etwas Meersalz in die Körbchen geben oder noch eigene Würze hinzu geben, ganz wie man mag.

Wenn das nun erledigt ist schen wir mal nach, ob noch etwas Wasser über ist. Das kippen wir in eien kleinen Topf und füllen den weiter mit Wasser auf und bereiten damit dann unseren Reis zu. Die Würze und das Gemüsearoma vom Dampfgaren bringt dem Reis noch eine tolle zusätzliche Geschmacksnote. Nebenher könne wir die Zwiebeln und Ingwer erstmal Pfannenrühren, entnehmen, dann das Hack krümelig Pfannenrühren, entnehmen und nun die Pilze Pfannenrühren. Keine sorge, der Haufen wird schon kleiner beim braten. Das haben Pilze wenn man sie nicht aus der Dose da rein kippt nunmal so an sich. Jetzt kippen wir das Fleisch, die Zwiebeln und den Ingwer dazu und Pfannenrühren das ganze wieder. Nun, ein wenig würzen sollte man hier auch schon. Salz, Pfeffer und anderes kann man nach Wahl selbst dazu reichen. Aber was nicht fehlen sollte sind einige Spritzer Sojasoße.

Bevor ichs vergesse, wir haben ja noch unserer Bambuskörbchen. Wenn der Hack-Pilze-Ingwer-Zwiebelmix fertig ist kommen nun die gedämpften Paprika hinein. Wieder durchrühren, das halbe tässchen Brühe dazu gießen udn Pfannenrühren, schonmal den Wok runter stellen und nochmal nachwürzen - Deckel drauf und bis der Reis fertig ist auf kleiner Flamme schmorköcheln lassen.

Jetzt noch die letzten Vorbereitungen. Auf die teller kommt eien Lage gedämpfter Salat udn damit das alles nicht kalt ist wenn das Reisflisch drauf kommt die Teller zum aufwärmen in den Backofen stellen. Ist der Ris fertig könne wir die Herdplatten nun abstellen. Brauchen wir nicht mehr. Deckel vom wok auf, den Basmati unter gemischt und fertig. Und nun die warmen Teller aus dem Ofen nehmen und gewünschte Menge Reisfleisch auf die Blätter geben. Wer mag kann auch ein passendes Würziges Dressing vorher über den Salat geben oder den Salat mit Dressing auch einzeln reichen. Es schmecken beide Varianten auch wenn ich hier Reisfleisch auf gedämpftem Salat vorstelle.

Na, möcht noch wer nen Teller? Ist noch was da :-D

Achja, falls es wen interessiert wozu und wie man alles einen Wok einsetzen kann, sollte sich ruhig mal bei Stilecht-Kochen, Kochmax und “Meine Chinesische Küche” durch lesen.

Und schon im voraus versprochen, ich köchel das nächstemal wieder was ganz anderes zusammen wenn ich es in den Blog setze. Kenn ja zum Glück noch einige Rezepte mehr ;-)

An diesem Tag…

  • 2008: Indiana oder Tadeo Jones ??? — Endlich, nach langer Wartezeit gibt es noch einmal einen Indiana Jones Streifen mit Harrison Ford. Ich liebe diesen Abenteurer, egal […]

3 comments to “Dämpfzeit - Reisfleischzeit”

  1. ViktorNo Gravatar :

    Die Bambustöpfe haben mich schon immer interssiert. Gibt bestimmt ein gutes Aroma, aber heizen die auch gut durch, wenn man die einfach nur in den Wok stellt?

  2. Shanky-TMWNo Gravatar :

    Sind eigentlich Bambuskörbchen Viktor. Ja die halten den Dampf ganz gut. Ist wie mit einem Dampfkocher (Schnellkochtopf) nur das hier kein Druck aufgebaut wird und es ein wenig länger dauert. Hat aber auch den Vorteil, das Du noch weitere nachkaufen und soviele im Wok übereinander stapeln kannst wie Du willst. Bist also nicht abhängig mehr von Topfgrößen und begrenzter Anzahl von den Einsätzen. Das erweitern verlängert dann nur ein wenig die Dampf-Gar-Zeiten, weil der Wasserdampf dann immer ein wenig länger zum zirkulieren braucht.
    Der Trick ist dann, die festen Sachen die eh länger zum garen brauchen, unten in die ersten Körbe zu legen damit sie gleich die erste Hitze abbekommen.

  3. KochenNo Gravatar :

    Das sieht alles sehr lecker aus.
    Habe auch die Erfahrung damit gemacht, dass die Bambuskörbchen den Dampf ganz gut halten.

    Kochen’s last blog post..Karotten-Ingwer-Suppe

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