In den Wirren der Arbeitswelt …

Themen: Aemter & Arbeitslos, Alltag & Gesellschaft
von: Shanky-TMW am 17 Januar 2008 um 12:32 Uhr

..oder wie ich es nennen würde: Der Wahnsinn der Nation.

Ich muß heut wieder mal ein paar eigene Gedanken loswerden. Und eigentlich wäre die Überschrift: Der Zeitpunkt ist gekommen - eher angebracht gewesen. Doch die hebe ich mir dann für das auf, was nun in diesem Jahr folgen wird. Seit etwas über einen halben Jahr fuhrwerke ich ja nun schon in einer Leihsklavenbude (schon wieder mal). Und klar, es sind die üblichen Problemchen. Mal abgesehen das ich jetzt den 3ten Entleiher habe .. der aber zum Glück der Firmenkette angehört wie der erste und wir dort gut behandelt werden (mein Gott wie klingt denn das - so nach Internat, Waisenhaus, Zeiheltern…???) bleiben die üblichen Alltagsprobleme. Der Verdienst ist mickrig, die Arbeitswege dafür lang. Schuften darf ich natürlich normal bis mehr. Und klar, ich kann mich weder weiter entwickeln noch gibt es sonst irgend etwas, was ich dem abgewinnen kann. Im Grunde nervt mich das alles.

Warum ich das noch immer mitmache? Eigentlich nur, um endlich die Lücken zu füllen die mir die Harz4 änderungen letztes Jahr zum Arbeitslosengeld versemmelt und gerissen haben. Gut, das halbe Jahr hab ich nun geschafft, dem Arbeitslosengeld steht nichts mehr im Wege.

Gut das niemand gerade mein schmunzeln im Gesicht sehen kann, denn eigentlich liest es sich ja so, als würde ich wieder in die Arbeitslosigkeit zurück wollen, um abzukassieren. Ich kann dazu nur JAIN sagen .. denn es ist vielmehr so, das ich mir nur wieder einen Überbrückungszeitraum polstern muß .. denn ich will ernsthaft wieder weg aus dem Leiharbeitssumpf und den Querelen von der ARGE. Als Arbeitslosengeldbezieher hat man es nicht nur Finanziell leichter. es ist immer noch das gleiche Dilemma wenn es um Umschulungen, Förderungen und andere Dinge geht die einen vorwärts bringen sollen. Da wird nach wie vor mit zweierlei Maß gemessen und wer meine Berichte über meine doch “soooooo” liebe und zuvorkommende ARGE Fallmanagerin mitverfolgt hat, wird schon ahnen das ich auch Sie damit loswerden wollte um mir nicht durch eine durch und durch bürokratisch vernagelte und inkompetende Bürodame noch mehr Steine in den Weg legen zu lassen als ohnehin schon vorhanden sind.

Doch was steht nun an als Karriereplanung? Im Moment dümpel ich weiter in der Leihbude .. aber ich werde nach Wegen suchen die ich dann heimlich mit Absprache der AA einleiten werde. Eine Zusatzschulung vieleicht - eine weitere Umschulung in meinen Alter ist vieleicht ein wenig zu langatmig.

Weitere Probleme die zu meistern wären, sind mein Wohnort, das Haus das mir leider gehört und ich immer noch nicht losgeworden bin um unbelasteter in eine besser strukturierte Umgebung zu ziehen - sprich: bessere Jobchancen.

Zumindest werd ich mich hinsetzen und einen Plan machen, der auch die gezielte temporäre Arbeitslosigkeit mit binhaltet. Ich hör schon jetzt wieder die naiven Schreihälse rufen: “ja um Gottes willen, sei froh das Du überhaupt Arbeit hast.” oder “Was willst Du denn sonst machen” oder “War ja klar, nur zu faul zum Arbeiten…” - aber sollen Sie. Gerade das letzte brauch ich mir nicht vorhalten zu lassen und über den Rest bin ich genauso erhaben. Und zur Not: Zeitarbeitsbuden find ich überall, egal wie mies das ist. Dafür brauchts nicht mal ein Amt oder besondere Qualifizierungen.

Wie das letztendlich alles am Ende ausehen wird weiß ich noch nicht - aber so gehts einfach nicht weiter. Ein Leben am Rande des Existenzminimums trotz Arbeit ist bei weitem nicht das was ich mir vom Leben gönnen lassen möchte.

In diesem Sinne entschuldigt das leicht private Geschwafel von mir, cih hör ja schon auf und berichte erst dazu mehr wenn der Plan steht und die Schritte dazu im Gange sind.

– to be continued with: Wie vernichtet man sein letztes bischen Rest-Existenz selbst um eine neue zu schaffen? –

An diesem Tag…

One comment to “In den Wirren der Arbeitswelt …”

  1. Der Plan geht langsam auf… | Shankys Bubblethoughts :

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