Mal wieder was ernstes: von AL und LAL
Ich hab jetzt ne Weile nichts allgemeines mehr zu dem Thema Arbeitslosigkeit verfasst. Nicht nur weil mir die Zeit fehlt und ich meinen alten Blog umständlich hier rein kopiert habe oder ich in der Zwischenzeit eien neuen Job (noch) habe. Man wird auch überall von Hiobsnachrichten überschüttet. Das leben als AL (Arbeitsloser) und vor allem als LAL (Langzeit Arbeitsloser) ist recht bescheiden.
Nun bin ich über einen Link auf einen Artikel in der Frankfurter Rundschau gestolpert, der so ziemlich das wiedergibt, was ich über Hartz IV denke, gehört und/oder selbst mit erlebt habe.
Ich geb mal das Fazit wieder (aber die vollständige Dokumentation sollte man trotzdem lesen, findet sich im Link unter Quelle). Quelle: Frankfurter Rundschau - Der Missbrauch ist ein Mythos
Fazit
Die ansteigende Langzeitarbeitslosigkeit wird zunehmend von einer ökonomischen zu einer moralischen Herausforderung stilisiert. Die Stimmen werden lauter, die die Gewährung von Hilfe überhaupt in Frage stellen und die rigorose Durchsetzung von weiteren Leistungskürzungen fordern.
Der aktuelle Reformdiskurs, der sich - unter Ausblendung der massiven Reduzierung der für aktive Arbeitsmarktpolitik eingesetzten Mittel - ausschließlich an der konstruierten Notwendigkeit des Sparens orientiert, widerspricht der Absicht, Sozialpolitik zur Aktivierung von individuellen Handlungspotenzialen und als Investition in das Sozialkapital zu nutzen. Erreicht wird durch die aktuelle Politik der Daumenschrauben und des Spardiktats lediglich, dass - bei ausbleibender Arbeitsnachfrage - die Menge der zwangsläufig in Passivität verharrenden, stigmatisierten und unter Generalverdacht gestellten Personen wächst und Vertrauen und Zufriedenheit als Fundament eines demokratischen Sozialstaats schwinden.
Will man Langzeitarbeitslosigkeit wirksam bekämpfen und das Anwachsen von Armut verhindern, ist es notwendig, anstelle einer weiteren Reduzierung der Leistungen das Existenzminimum neu zu definieren und Eingliederungsmittel tatsächlich zu verwenden. Nur dann kann das eigentliche Ziel der Reform eingelöst werden: Die Stärkung der individuellen Autonomie der Arbeitslosen durch Bereitstellung existenzsichernder sozialer Leistungen und die aktive Förderung der Wiedereingliederung.
Was soll ich da noch sagen. Gewisse Kostenexplosionen waren vorauszusehen, aber dennoch wird alles weiter schön von den Verantwortlichen vertuscht, jemand anderem aufgelastet oder sogar noch den AL und LAL’s aufgebürdet. Unabhängige Meinungen werden einfach in Frage gestellt udn ich schätze auch dieser recht gute Bericht wird bei den Politikern mal wieder auf taube Ohren stoßen.
Forderungen nach der Kürzung der Grundsicherung bei ALG2 kommen seit geraumer Zeit in Mode, egal ob Politiker Pläne vorlegen die 350,- EUR auf 270 EUR zu kürzen oder ob Gewerkschaften lieber die Zuzahlungen bei Miete und Heizung kappen wollen.
Wie tief runter solls denn gehen? - Bis zur selbstgebauten Pappbude (weil Wellblechh zu teuer ist)?
Ich zweifle ernsthaft an den Verstand unserer Politischen Führung, und es ist eigentlich egal geworden wer da an der Macht sitzt. |-|
An diesem Tag…
- 2009: Kleine Shadowquest-Upgrades —
Nur zwei ganz kleine Updates:
1. Auf der Hauptseite hab ich nun die Shadowquest Galerien neu zusammen gestellt und erstellt. Neben […] - 2005: Alternative Nahrungsmittel … — … oder Leben von Luft und Licht.
Ich packs nicht, gerade bin ich übers Usenet in de.talk.tagesgeschehen auf diese Internetseite gestoßen.
Titel:
Lichtnahrung […]






