…diesmal nicht. Dadurch das ich nach Bayern umgesiedelt bin bekomme ich gerade aktuell die Nachrichten über die Landtagswal in Bayern überall mit. Und gestern war es soweit. Ein Urgestein ist gefallen, die CDU hat in diesem Land nicht mehr die absolute Mehrheit von über 50% sondern nnur noch etwas über 40%.
Damit ist eines klar, Bayerns CSU muß sich mit einer Koalition zufrieden geben, die im Moment noch unklar ist wenn Sie weiter an der Regierungsmacht im Freistaat bleiben will. Das ist neu.
Aber mal davon abgesehn, diese Nachricht wird sich eh rumgesprochen haben nach meinem Blogeintrag (den ich leider immer noch Offline Schreiben muß). Mich hat wie jeher das getue während der Wahlsendungen, die Debatten der Politiker und Politologen erschreckt. MAn redet sich die Wahlschlappe passend schön von wegen:
Die Leute wollten einen Beckstein, das haben uns die Ergebnisse gezeigt, auch wenn Sie ihn nicht ohne jemand anderem wollten…
Die Wähler aus der CSU sind in unser Lager gekommen und das zeigt uns das …
Unser Politischer Auftrag ist es, die Wähler wieder aus den anderen Lagern zurück zu holen…
Es war ein voller Erfolg und unser Ziel die absolute Mehrheit zu stürzen haben wir erreicht…
Nein es war keine Abstrafungswahl der Bürger. Aber die Prioritäten haben sich im Laufe der Jahre verändert und es git auch nicht mehr so viele Stammwähler wie früher….
…etc. BlaBla - so und ähnlich wurde Argumentiert. Was fast völlig unter den Tisch gekehrt wurde ist die Tatsache, das auch die Wahlbeteiligung ein weiteres Rekordtief in Bayern hatte. Man hat sich nicht darüber ausgelassen weshalb und wieso und überhaupt, warum gehen so viele Menschen nicht mehr zur Wahl.
Gut, ich war auch nicht wählen, zum einen weil ich ohnehin keine Wahlkarte bekommen hatte (dazu wohn ich nun leider noch nicht lange genug hier), aber zum anderen hätte ich eh niemanden wählen können. Politik ist etwas, das man für die Menschen in dem Staat machen sollte. Und genau das macht man in Deutschland eh schon längere Zeit nicht mehr, egal welche Partei da groß rumtönt. Am Ende ist es immer noch so, das die Macht der Wähler an den Wahlurnen beginnt und mit dem einwerfen des Zettels auch schon wieder endet - und man weiter dem Politischen Crashkurs folgt, den irgendwer einmal irgendwann angefangen hat. In den ganzen Wahldebatten und Diskussionen kam fast nicht einmal die Frage danach, warum die Wähler und Nichtwähler sich nun dazu entschlossen haben so oder anders zu handeln. Nein, stattdessen intonieren alle diese Menschen vom “Analysieren der Wahlergebnisse” oder man erklärt im TV und Radio warum diese Menschen sich so entschieden haben ohne es eigentlich wirklich zu Wissen. Das fand ich mehr als nur traurig, egal welche Parteiangehörigen da gesprochen haben.
Liebe Leute aus der Politik, labert nicht um den heißen Brei herum oder Analysiert mit Eurem Volksfernem Nichtwissen irgendwelche Wahlen. Es gibt für soetwas eine viel einfachere Lösung:
fragt uns doch einfach…
…denn wir wissen selbst am besten in welches “Lager” (O-Ton diverse Politker gestern Abend) wir uns aus welchen Gründen schlagen oder warum wir keine Lust mehr haben wählen zu gehen. Aber anscheinend fürchtet Ihr Euch vor den Antworten weil diese generell nicht in Euer Konzept passen mögen oder nicht Eure Politik unterwstützen?
Gut, das sind nur Spekulationen, aber geau das fehlt. Es wird niemand gefragt, aber es wird immer irgendwas gemacht. Aber ob das immer gut ist oder die Menschen gut finden, danach wird nie gefragt oder gehandelt. Das hat letztendlich der CSU quasi das Mehrheitsgenick gebrochen, und das wird auch der großen Koalition bei der nächsten Wahl das Genick brechen. Die Verlierer der Wahl sind weiterhin die großen Parteien, aber man geht unter und redet sich das schön.
Filmzitat aus Monty Pythons “Eric der Wikinger”:
Wir sinken nicht (während die Stadt trotzdem absäuft)